Projekt ‚Baustelle‘ in der Igelgruppe

Die Kinder der Igelgruppe haben in den letzten Wochen und Monaten viele Veränderungen erlebt. Es gab unter Anderem Wechsel beim Personal, Neuerungen in der Tagesstruktur, einige neue Kinder in der Gruppe, sowie Umgestaltung der Räumlichkeiten. Eben diese Veränderungen und Wechsel sind für die Kinder stark spürbar. Dies hat sich auch in der Gruppe gezeigt – Unruhe, Unstimmigkeiten und auch Streit stehen auf der Tagesordnung. Um herauszufinden welche Bedürfnisse die Kinder haben, und wie wir am besten auf diese eingehen können, haben wir uns mit den Kindern also folgende Frage gestellt: 

„Was braucht es eigentlich für ein harmonisches Miteinander?“

Die Antwort war klar: Für Veränderung, Bearbeitung, um etwas „umzubauen“ und „aufzubauen“ braucht es eine BAUSTELLE.

In diesem Projekt ermöglichen wir den Kindern einfach auszuprobieren. Es gibt keine Vorgaben, um Raum für Kreativität zu schaffen. Es gibt kaum Regeln, alles ist einzig an die Bedingungen geknüpft, dass wir aufeinander Acht geben, und alles, was benützt & ausgeräumt wird, nachher wieder an seinen Platz kommt.

Dieses Vorhaben fordert die Kinder MITEINANDER zu arbeiten, da manches allein gar nicht umsetzbar ist.  Es dient der Gruppenfindung, und hilft den Kindern dabei, (wieder) eine Einheit zu werden. 

Die Kinder hatten beim Bauen und Tun einen riesigen Spaß und eine unglaubliche Freude, das Aufräumen war dann zwar nicht immer ganz so eifrig, aber es wurde bis zum Schluss gemeinsam gewerkt und erfolgreich abgeschlossen. Nach der Baustelle setzen wir uns im Gesprächskreis zusammen, und wir besprechen, was sich die Kinder vom Tag mitnehmen können. „ICH HELFE DIR – DU HILFST MIR“ wird zum Motto dieses Projekts.

Uns ist es besonders wichtig, den Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität zu geben, die Gemeinschaft zu stärken und dennoch jedem Kind den größtmöglichen individuellen Freiraum zu gewähren. Bedürfnisorientierte Projekte helfen uns dabei die Kinder bestmöglich zu unterstützen und begleiten.

 

Text und Fotos: Isabella Heinrich