Kasperlgeschichten = freudvolle, erzählintegrierte Sprachförderung in der Schneckengruppe

Geschichtenerzählen unterstützt die Ausbildung der kindlichen Sprachkompetenz. Über Wiederholungen und Reihungen erzeugen Erzählungen einen Rhythmus und öffnen damit Einfallstore für die Fantasie des Hörers. Hat das Kind das Handlungsgerüst durchschaut, dann ist es ermächtigt die nächste Episode mitzugestalten und der Geschichte neue Akzente zu verleihen.

Die Faschingszeit motivierte uns, gemeinsam mit Kasperl und Krokodil, einen speziellen – extra lustigen – Schwerpunkt zur frühen sprachlichen Förderung zu setzen. Basierend auf einer Reihengeschichte, deren Kennzeichen es ist, dass sich ein und dasselbe Ereignis mehrfach wiederholt, spielten wir mit einfachen Medien und viel Freude das Stück

„Kasperl und der verschwundene Koffer“.

Jedes Mal weckte der Wecker das Krokodil.

Das verschlafene Krokodil beschnupperte die Kinder und freute sich, als der Kasperl seinen Auftritt hatte.

Der Kasperl hatte einen Koffer mit einer Überraschung bei sich, begrüßte erst das Krokodil und dann die Kinder. Während er und die Kinder miteinander scherzten, schnappte das Krokodil den Koffer.

  

Alle gemeinsam machten wir uns auf die Suche, nur das Krokodil verhielt sich auffällig ruhig. Schließlich war klar, dass das Krokodil den Koffer genommen hatte! Nun konnte Kasperl seinen Koffer öffnen und den Kindern seine Überraschung zeigen.

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Bereits „bei der zweiten Aufführung“ war zu beobachten, dass die ersten Kinder die Geschichtenstruktur erfasst hatten. Mit jeder Wiederholung gestaltete sich die Kasperl-Geschichte interaktiver, denn die vorhersehbaren Ereignisse luden zum Mitsprechen und zum aktiven Teilnehmen ein. Und das Highlight: die Überraschungen aus dem Koffer! Wir lachten über die Schaflaute in der Dose, ließen Pustepropeller steigen, spielten mit Luftballons und versuchten Papierschlangen zu entrollen.

   

Tschüß Kasperl! Wir freuen uns auf die nächste Spracherfahrung, die uns ein lebendiges Wahrnehmen mit allen Sinnen eröffnet.

Text u. Fotos: Andrea Stauffer und das Schneckenteam